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12. Februar 2012
 

Volle Kanne

 
Mo-Fr, 9.05 Uhr
Kaminofen im Wohnzimmer. Quelle: ZDF
Wärmt gut, kann aber nicht überall eingebaut werden: Kaminofen mit Holzbefeuerung

Kamin-Wärme für das Wohnzimmer

Ofenmodelle für alle Bedürfnisse

Den gestiegenen Energiepreisen sei Dank: Wenn im Winter die Heizkörper aufgedreht werden, kann das inzwischen ganz schön ins Geld gehen. Ein Kaminofen im eigenen Wohnzimmer ist oft eine preisgünstigere Alternative zur konventionellen Heizung. Und gemütlich kann so ein knisterndes Feuer auch sein.

 
 
 
 

Vor dem Einbau eines Kaminofens sollte zunächst der Schornsteinfeger zu Rate gezogen werden. Nur er kann beurteilen, ob ein Kaminofen auch angeschlossen werden kann. Zu klären ist: Gibt es einen Kaminschacht, und ist er frei von Leitungen und Rohren? Ist kein geeigneter Kaminschacht mit Schornstein vorhanden, kann man den Abzug auch nach draußen legen, zum Beispiel mit einem Edelstahlaußenkamin. Dafür muss ein Loch mit entsprechendem Durchmesser gebohrt und das Edelstahlrohr an der Außenwand des Hauses montiert werden.

Holzpellets. Quelle: dpa
dpa
Umweltfreundlich: heizen mit Holzpellets

Vor dem Kauf sollten die benötigten Maße bestimmt werden: der Durchmesser des Anschlusses, die Höhe und der Abstand zur Wand. Beim Beratungsgespräch mit dem Ofenexperten sollte man sich darüber im Klaren sein, ob der zukünftige Kaminofen das bisherige Heizsystem komplett ersetzen oder nur ergänzen und welche Fläche beheizt werden soll. Der Ofenexperte kann anhand dieser Angaben eine Wärmebedarfsrechnung erstellen und die nötige KW-Leistung ermitteln.

 

Strahlungs- und Konvektionsöfen

Vorteil eines Strahlungsofens: Er speichert die Wärme besonders lang und gibt sie konstant an die Umgebung ab. Strahlungsöfen bestehen aus Schamottstein, Kacheln oder Speckstein - also Materialien, die besonders wärmeleitend und wärmespeichernd sind. Je mehr Masse, desto mehr Wärme kann gespeichert werden. Das können gut bis zu 30 Stunden sein, nachdem der Kaminofen befeuert wurde. Für eine schnelle und kurzfristige Erwärmung des Wohnraums eignet sich der Strahlungsofen jedoch nicht.

 

Will man es schnell warm haben, bietet sich ein Konvektionsofen an: Die Wärme strömt durch ein Lüftungssystem schnell und direkt in den Raum. Ebenfalls ein Vorteil: Die Außenhaut des Kaminofens wird kaum erhitzt, so kann man ihn näher an brennbaren Gegenständen platzieren. Ein guter Mittelweg ist ein Konvektionsofen mit Steinverkleidung. Er erhitzt sich schnell und speichert die Wärme über einen längeren Zeitraum.

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Umweltfreundliche Pellet-Öfen

Pellet-Öfen werden mit Holz-Pellets beheizt, einem Brennstoff aus gepressten Holzspänen. Pellets brennen lange und sind außerdem besonders umweltschonend. Der Brennstoff ist CO2-neutral: Es wird beim Verbrennen nur so viel CO2 freigesetzt, wie vorher beim Holz-Wachstum aufgenommen wurde. Außerdem weisen die Pellets eine geringe Schwefeldioxid-Emission auf. Die Asche kann man gut als Dünger im Garten verwenden. Alles in allem punkten die Pellet-Öfen besonders beim Öko-Faktor und werden deshalb vom Staat subventioniert.

 
Ein mit Alkohol betriebener Kamin, ohne Abzug vor Backsteinwand. Quelle: ZDF
ZDF
Schicke Optik: Ethanol-Kamin

Kaminofenzauber ohne Kamin

Wer nicht über einen Kamin mit Schornstein verfügt, kann sich das gemütlich flackernde Feuer mit einem Ethanol-Kaminofen in die eigenen vier Wände holen. Ihn kann man ganz nach Belieben im Raum aufstellen, da er ohne Abzug durch einen Schornstein funktioniert. Betrieben wird der Kaminofen mit Ethanol, einem flüssigen Brennstoff, mit dem man äußerst vorsichtig umgehen muss. Beim Befüllen sollte man unbedingt einen Trichter benutzen, damit nichts daneben geht. Ethanol ist hochentzündlich und schwer zu löschen!

 

Auch wenn der Hersteller etwas anderes behauptet: Ein Ethanol-Kaminofen eignet sich nur bedingt zum Heizen. Beim Verbrennen des Ethanols wird viel Wasserdampf produziert, es empfiehlt sich also, ausreichend zu lüften. Dadurch verflüchtigt sich die erzeugte Wärme wieder. Achtung: Für die Sicherheit von Ethanol-Kaminöfen gibt es bisher keine einheitlichen Prüfregeln. Am besten wenden Sie sich an einen Hersteller, dessen Modelle von einem unabhängigen Prüfinstitut positiv bewertet wurden.

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Elektro-Kamine sind eine einfache Lösung

Wer es sich ganz einfach machen will, besorgt sich einen Elektro-Kamin. Der Vorteil: Er produziert weder Ruß noch Rauch. Mit zusätzlichen Accessoires, die Knacks-Geräusche und Rauch durch Wasserdampf simulieren, schaffen Elektro-Kamine der neuesten Generation eine fast perfekte Kaminfeuerillusion.

 
 
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