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19. März 2010
 

heute-Nachrichten

 
entgleister Güterzug. Quelle: dpa
Der zweite Zugunfall: Bei Vennebeck entgleisten mehrere Güterwaggons.

Bahn-Chaos nach Zugunfällen in NRW

Zugausfälle und Verspätungen im Nah- und Fernverkehr

Zwei Zugunfälle in zwei Tagen: In Nordrhein-Westfalen sind zwei Güterzüge entgleist - deshalb gibt es große Probleme mit den Fahrplänen. Strecken wurden gesperrt, Züge fielen aus. Im Nah- und Fernverkehr gibt es immer noch viele Verspätungen.

 
 
 
 

Reisende auf der wichtigen Ost-West-Achse der Bahn zwischen Rheinland und Berlin müssen sich auch am Donnerstag auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Zwei Zugunglücke innerhalb von zwei Tagen auf derselben Strecke in Nordrhein-Westfalen haben erhebliche Störungen mit Streckensperrungen im Fern- und Nahverkehr zur Folge. Am Mittwochnachmittag entgleisten nahe Vennebeck bei Minden wieder mehrere Waggons eines Güterzugs. Nur einen Tag zuvor waren bei Neubeckum im Münsterland - kaum hundert Kilometer entfernt - ebenfalls etliche Wagen eines Güterzugs entgleist.

 

Langsam durchs Nadelöhr

Zumindest am Unglücksort bei Vennebeck konnte noch am Mittwochabend eines von insgesamt vier Gleisen wieder freigegeben werden. Die auf der Strecke von Berlin und Hannover nach Westen aufgestauten Züge wurden langsam an dem Nadelöhr vorbeigeleitet. Nach Auskunft der Bahn soll es am Morgen Informationen zum seit Dienstag komplett gesperrten Streckenabschnitt bei Neubeckum geben. Mittags könne dann Näheres über den Unglückort im ostwestfälischen Vennebeck gesagt werden. Als sicher gilt, dass es auf der Ost-West-Hauptstrecke noch länger Störungen und verspätete Züge geben wird. Normalerweise fahren die Züge zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin im Stundentakt.

 

Die Verspätungen der Fernzüge erreichten am Mittwochabend zwei Stunden und mehr. Allein auf der eingerichteten Umleitungsstrecke über Münster mussten Reisende eine Stunde länger im Zug ausharren. Nach dem zweiten Unglück in Ostwestfalen wurden die Züge noch weiträumiger über Paderborn-Altenbeken umgeleitet. Den Nahverkehr traf es teilweise noch härter: Viele Züge fuhren gar nicht und wurden durch Busse ersetzt.